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Heilbronn

Dieser Text beschreibt Heilbronn.


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Heilbronn Artikel

Dieser Artikel beschäftigt sich mit der Stadt Heilbronn in Baden-Württemberg, Deutschland. Für den Weiler Heilbronn in der Gemeinde Oberegg, Kanton Appenzell-Innerrhoden, Schweiz; siehe Oberegg AI.



Wappen Karte
Wappen (http://www.ngw.nl/int/dld/h/heilbron.htm) Heilbronn Beschreibung
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Region: Heilbronn-Franken
Kreis: Stadtkreis
Fläche: 99,88 km²
Einwohner: 120.705 (31.12.2003)
Bevölkerungsdichte: 1.209 Einwohner/km²
Höhe: 157 m ü. NN
Postleitzahlen: 74001-74081 (alt: 7100)
Vorwahlen: 07131 und 07066
Geografische Lage: 49° 09' n. Br.
09° 13' ö. L.
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 21 000
Gliederung des
Stadtgebiets:
10 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktplatz 7
74072 Heilbronn
Website: www.heilbronn.de
E-Mail-Adresse: posteingang@stadt-heilbronn.de (mailto:posteingang@stadt-heilbronn.de)
Politik
Oberbürgermeister: Helmut Himmelsbach (parteilos)
Größte Fraktion: CDU

Heilbronn ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg. Sie liegt am Fluss Neckar und ist das Oberzentrum der württembergischen Region Heilbronn-Franken innerhalb des Regierungsbezirks Stuttgart und gleichzeitig Sitz des Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Die ehemalige Freie Reichsstadt und spätere württembergische Oberamts- beziehungsweise Kreisstadt überschritt mit der Eingliederung der Gemeinde Klingenberg zu dem 1.01 1970 die Grenze von 100 Tausend Einwohnern und wurde damit zur Großstadt. Mit derzeit ungefähr 120 Tausend Einwohnern steht Heilbronn an sechster Stelle unter den Großstädten des Landes.

Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als "Käthchenstadt". Letztere Nennung bekam die Stadt durch das Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn (http://www.das-kaethchen-von-heilbronn.de) von Heinrich von Kleist (aktuell vertritt das Amt des "Käthchen von Heilbronn" die 20jährige Siebenbürgerin Christiane Henrich - Stand: 31. Mai 2004).

Inhaltsverzeichnis
Buch-Tipp: Allgäuer Alpen Die Beschreibung für das Buch "Allgäuer Alpen" fehlt leider. Weitere informatione finden Sie auf der Seite des Buchhändlers. Klicken Sie dafür auf den Link über diesem Text. Die Seite des Händlers öffnet sich in neuem Fenster.

Geografie

Heilbronn liegt in einer durch den Neckar gebildeten Talerweiterung am Fuße des Wartbergs (308 m), zu beiden Seiten des Neckars auf einer fruchtbaren Terrassenfläche in dem nördlichen Zipfel des Neckarbeckens.

Heilbronn gehört mit dem Umland zu dem nördlichen Bereich des "Verdichtungsraums Stuttgart" (Umfang siehe unter Stuttgart). Die Stadt ist Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken und damit eines von insgesamt 14 in dem Rahmen des Landesentwicklungsplans 2002 des Landes Baden-Württemberg ausgewiesenen Oberzentren. Dieses übernimmt für die Städte und Gemeinden Abstatt, Bad Rappenau, Bad Wimpfen, Beilstein, Brackenheim, Cleebronn, Eberstadt, Ellhofen, Eppingen, Flein, Gemmingen, Güglingen, Ilsfeld, Ittlingen, Kirchardt, Lauffen am Neckar, Lehrensteinsfeld, Leingarten, Löwenstein, Massenbachhausen, Neckarwestheim, Nordheim (Württemberg), Obersulm, Pfaffenhofen an der Zaber, Schwaigern, Siegelsbach, Talheim, Untergruppenbach, Weinsberg, Wüstenrot und Zaberfeld auch die Aufgaben des Mitteilbereichs.

Buch-Tipp: Das Käthchen von Heilbronn (Weltliteratur für Kinder) eine gute Umsetzung Auch für Kinder gut verständlich, dabei interessant und flüssig erzählt Barbara Kindermann die Käthchen-Geschichte. Die Illustrationen sind vollauf gelungen und es ist ein wahrer Genuß, sie anzuschauen, auch für Erwachsene angenehm und reizvoll.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Heilbronn. Sie werden in dem Uhrzeigersinn beginnend in dem Norden genannt und gehören alle zu dem Landkreis Heilbronn:

Bad Wimpfen, Untereisesheim, Neckarsulm, Erlenbach im Landkreis Heilbronn, Weinsberg, Lehrensteinsfeld, Untergruppenbach, Flein, Talheim, Lauffen am Neckar, Nordheim, Leingarten, Schwaigern, Massenbachhausen und Bad Rappenau.

Buch-Tipp: Die Namen der Bibel und ihre Bedeutung im Deutschen Biblische Namen - Heilsgeschichtliche Offenbarungen In heutiger Zeit sind Namen meist ca. Schall und Rauch - ausgesucht nach Klang, Mode und Beliebigkeit. Gott jedoch verbindet mit Seiner Namensgebung der biblischen Propheten, Väter, Apostel und sonstigen Gestalten eine Quelle von Offenbarungen Seines Wesens, Seiner Wege, Seiner Gedanken und Seiner...

Stadtgliederung

Das Stadtgebiet von Heilbronn ist in 10 Stadtteile gegliedert. In den Stadtteilen Biberach, Frankenbach, Horkheim, Kirchhausen und Klingenberg, die erst durch die jüngste Gebietsreform nach Heilbronn eingegliedert wurden, bestehen Bezirksbeiräte, da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn "Bezirke" in dem Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn.

Heilbronn Beschreibung
Heilbronn Beschreibung
Sontheim am Neckar um 1900
  • 001 Innere Stadt
  • 002 Äußere Innenstadt
  • 003 Böckingen
  • 004 Neckargartach
  • 005 Sontheim
  • 006 Klingenberg
  • 007 Frankenbach
  • 008 Kirchhausen
  • 009 Biberach
  • 010 Horkheim
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Geschichte

Buch-Tipp: Eine Fackel in der Dunkelheit Ein Licht auf dem Inneren Pfad 'Für einen Mystiker bedeutet das Leben einzig eine Reise von Liebe zu Liebe. Der Zustand der Seele vor ihrer Reise ist ein Zustand der Liebe. Was die Seele während der Reise erwartet, ist Liebe, und wenn sie nach der Reise zurückkehrt, kehrt sie zur Liebe zurück. ' ...

Erste Besiedlung

Die ältesten menschlichen Spuren in und um Heilbronn datieren bis in die Altsteinzeit (30 Tausend v. Chr.) zurück. Die fruchtbaren Neckarauen des Heilbronner Beckens förderten früh die Besiedlung durch Ackerbauern und Viehzüchter. Das heutige Stadtgebiet enthält auch zahlreiche bronzezeitliche Fundstellen. Später, aber noch in vorchristlicher Zeit haben die Kelten hier Salz aus Sole gewonnen.

Unter dem römischen Kaiser Domitian (81-96 n. Chr.) wird in dem heutigen Stadtteil Böckingen ein römisches Kastell errichtet. Die Römer waren vom Rhein aus westwärts vorgedrungen und als Außengrenze des römischen Reichs entstand der Neckarlimes mit weiteren Befestigungen in Wimpfen und um 150 n. Chr. in Jagsthausen. In der Umgebung entstehen zahlreiche weitere römische Villen und Gutshöfe.

Um 260 n. Chr. zerfällt der Neckarlimes und die Alemannen beherrschen das Neckarbecken. Zwischen dem 4. und 7. Jahrhundert kommt das Gebiet zu dem Fränkischen Reich und es entsteht die erste Siedlung in dem Bereich der heutigen Kernstadt.

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Erste urkundliche Erwähnung

741 wird Heilbronn als villa Helibrunna sowie eine Michaelsbasilika in einer Schenkungsurkunde des Bistums Würzburg erstmals urkundlich erwähnt. König Ludwig der Deutsche hielt in dem Jahr 841 hier Hof. Der Name Heilbrunna deutet auf einen unweit der Basilika gelegenen Brunnen hin.

Um das Jahr 1050 wird eine bedeutenden Ansiedlung von Juden urkundlich erwähnt. In dem Hirsauer Codex wird 1146 die Markt- und Münzgerechtigkeit festgehalten, ebenso ist darin die Existenz eines Hafens sowie der Weinbau in Heilbronn nachweisbar.

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Deutscher Ritterorden und Stadtrecht

1225 wird Heilbronn als oppidum Heilecbrunnen Teil des Stauferreichs. "Oppidum" genannt eine von Mauern und Gräben befestigte Stadt. Das älteste Stadtsiegel datiert aus dem Jahr 1265. Während des 13. Jahrhunderts erhält auch der Deutsche Ritterorden in dem Süden von Heilbronn ein großes Gebiet, das erst 1805 säkularisiert werden sollte. Der Orden errichtet darauf ab 1268 den Deutschhof als Hauskommende. Die darin gelegene Deutschordenskirche wurde kontinuierlich ausgebaut (1350 gotische Erweiterung, 1719 Barockisierung, 1977 Weihe zu dem Deutschordensmünster).

1281 verleiht König Rudolf I. nachdem Untergang der Staufer Heilbronn ein neues Stadtrecht und setzt einen königlichen Vogt als Herrscher ein. Daneben gibt es einen Rath mit einem Schultheißen an der Spitze. Um 1300 wurde erstmals ein Rathaus mit Markplatz errichtet und die Kilianskirche auf den Überresten der früheren Michaelsbaslika erweitert. Das Neckarprivileg regelte ab 1333, dass die Stadt den Lauf des Flusses ändern konnte, wodurch neue Stauwehre, Hafenanlagen und Mühlen entstanden. In dem Verlauf des 14. Jahrhunderts wurde die Stadt dadurch zunehmend attraktiv für Handwerker und Kaufleute, deren Einfluss ständig wuchs, und die Mitbestimmung forderten.

1371 erhielt die Stadt eine neue Verfassung durch Kaiser Karl IV. Die Stadt war damit ca. noch dem Kaiser unterstellt und somit Freie Reichsstadt, dem Rat der Stadt gehörten nunmehr auch Vertreter von Handwerkern und Kaufleuten an. Neben der eigentlichen Stadt Heilbronn gehörten zu dem reichsstädtischen Territorium auch die Dörfer Böckingen , Flein, Frankenbach und Neckargartach .

Als Freie Reichsstadt sah sich Heilbronn ständig vom zu dieser Zeit aufstrebenden Haus Wirtemberg bedroht. Ein äußerst enges Verhältnis zu dem Kaiser sowie ab 1417 ein bis 1622 gültiges Bündnis mit der Kurpfalz festigten die Stellung gegenüber den späteren Württembergern. Die politische Stabilität des 15. Jahrhunderts bedingte eine weitere Blüte der Stadt. Zahlreiche historische Bauten gehen auf diese Periode zurück, zu dem Beispiel die abermalige Vergrößerung der Kilianskirche 1455-1460.

Buch-Tipp: Reclam Universal-Bibliothek, Nr.40, Das Käthchen von Heilbronn oder Die Feuerprobe Sprachschmaus Die Geschichte: Graf vom Strahl wird von Käthchens Vater angeklagt, Käthchen mithilfe von Magie verzaubert zu haben, da sie dem Grafen überall hin gefolgt ist. Doch das Käthchen gesteht bald, dass sie ihn lieb und dass es IHR Wille war, ihm zu folgen. Graf vom Strahl träumt, die Kaisertochter zur Frau zu bekommen. Als er Kunigunde...

Zeit der Bauernkriege und Reformation

1519 wird Götz von Berlichingen für 3 Jahre in Heilbronn in "ritterliche Haft" genommen und verbringt auch eine Nacht in dem Bollwerkturm. In dem selben Jahr tritt erstmals der Böckinger Gastwirt Jäcklein Rohrbach in Erscheinung, der mit Komplizen den Böckinger Schultheiß Jakob von Olnhausen erschießt. Nachdem er sich einige Zeit in Hohenlohe aufgehalten und Gleichgesinnte um sich gesammelt hatte, kehrt er in dem April 1525, inmitten des Bauernkriegs, nach Heilbronn zurück. Am 16. April ermorden die Bauern zahlreiiche Adlige in Weinsberg, am 18. April wird das Heilbronner Karmeliterkloster überfallen und geplündert. Der Rat der Stadt öffnet unter dem Druck der Bauern die Stadttore, worauf am kommenden Tag weitere Kirchen und städtische Einrichtungen geplündert wurden. Für etwa einen Monat bleibt Heilbronn in der Hand der aufständischen Bauern, die trotz der Intervention des späteren Heilbronner Reformators Johann Lachmann erst nach der Niederlage eines Bauernheers am 12. Mai 1525 in Böblingen aus Heilbronn abziehen. Anführer Rohrbach wird am 21. Mai 1525 in Neckargartach hingerichtet, sein Heimatdorf Böckingen wird zur Strafe teilweise niedergebrannt.

1528 wird in Heilbronn durch die Ablösung des Bürgermeisters durch den Protestanten Hans Riesser die durch den Bauernkrieg zuvor verzögerte Reformation vollzogen. Durch Reformator Lachmann werden in der Folge auch das Schul- und Krankenwesen in Heilbronn neu organisiert. 1529 wird der Kiliansturm fertig gestellt. Er ist das erste bedeutende Bauwerk der Renaissance in Deutschland. 1530 bekennen sich Rat und Bürgerschaft zur Augsburger Konfession. Der auf Johann Lachmann zurückgehende "Heilbronner Katechismus" von 1536 ist der zweitälteste der evangelischen Kirche. 1538 tritt Heilbronn dem Schmalkaldischen Bund bei.

Im Jahr 1546 kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den Truppen der Schmalkaldener und den Truppen Kaiser Karls V., die von den Kaisertruppen gewonnen werden. Der Kaiser hält sich infolgedessen zu Weihnachten 1546 zu dem Strafgerichtstermin in Heilbronn auf. Karl V. ist es auch, der in dem Jahr 1552 die Ratsverfassung der Stadt neu regelt, die beinahe unverändert bis 1803 Bestand haben sollte.

Buch-Tipp: Riffhaie Eine leichte Lektüre für Maledivensüchtige Eine leichte Lektüre, die jeden maledivensüchtigen Taucher begeistern wird. Dieses Buch hat mich weniger durch die Kriminalgeschichte als durch die humorvolle und realistische "Reisebeschreibung" überzeugt. Das richtige Buch für naßkalte Tage. Es läßt Urlaubserinnerungen wieder lebendig...

Dreißigjähriger Krieg

Während des Dreißigjährigen Kriegs leiden die Stadt und ihre Dörfer stark. Nach der Schlacht bei Wimpfen wird 1622 Neckargartach niedergebrannt. 1631 wird Heilbronn von Truppen des Kaisers besetzt, aber noch in dem selben Jahr, gelingt es den Schweden, die Stadt einzunehmen. Von 1634 bis 1647 ist die Stadt wieder in der Hand kaiserlicher Truppen, danach zogen französische und anschließend kurpfälzische Truppen ein. Erst vier Jahre nachdem westfälischen Frieden von 1648 ziehen die letzten Besatzungstruppen aus Heilbronn ab, doch bereits in den 1670er Jahren wurde die Stadt wieder zu dem Schauplatz für Aufmärsche von Armeen der Franzosenkriege, bis sie in dem Jahr 1688 gar von den Franzosen besetzt wurde. Die französische Besatzung der Stadt endet zwar binnen weniger Monate, die Franzosen können aber erst durch den Aufmarsch eines großen Heeres 1691 sowie durch den Bau von Verteidigungsanlagen 1693 auch aus dem Umland vertrieben werden.

Buch-Tipp: Todesstoß (Krimi im Gmeiner Verlag) Köstlich! Da bleibt einem ja glatt der Schluck Wein in der Kehle stecken! Von wegen, Wengerter sind friedliche Typen! Immerhin seit der Lektüre von Gunter Haugs Weinkrimi glaube ich da nicht mehr ganz so bedingungslos dran, wie bisher.

Übergang zu Württemberg

Im 18. Jahrhundert erlebt das Bürgertum eine Blüte in Heilbronn. In den Stadtarchiven ist überliefert, dass in dem 18. Jahrhundert fast alle Ratsmitglieder der Stadt über akademische Bildung verfügen. Nun halten sich hier auch Schiller und Goethe auf und es entstehen prachtvolle Bauten.

Am 9.09 1802 endet die Reichsfreiheit der Stadt Heilbronn mit dem Einmarsch der Truppen des Herzogs von Württemberg. Als Folge der Erbfolgekriege hatte dieser seine auf dem linken Rheinufer gelegenen Ländereien an Frankreich abtreten müssen, war aber dafür mit dem Zuschlag der vormals Freien Reichsstadt entschädigt worden. Heilbronn kommt so 1803 an Württemberg und wird Sitz eines Oberamtes , die 4 reichsstädtischen Dörfer werden selbständige Gemeinden innerhalb des neuen Oberamtes.

Im Jahr 1815 wird Heilbronn wieder zu dem Aufmarschplatz für große Truppenverbände vor dem Feldzug gegen Napoleon. Auf der Theresienwiese findet eine Parade von 10 Tausend Mann statt, wobei Kaiser Franz von Österreich und 126 deutsche Fürsten und Generale anwesend sind. Zar Alexander von Russische Förderation trifft in Heilbronn die baltische Baronin Juliane von Krüdener, die ihn zur Gründung der "Heiligen Allianz" bekräftigt.

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Industrialisierung

Ab 1820 setzt die Industrialisierung ein, die ab 1848 mit der Eröffnung der Eisenbahnlinie nach Stuttgart rasch an Aufschwung gewinnt.

Im Jahr 1848 hat Heilbronn aber auch vorübergehend unter den Wirren der Revolution zu leiden. Das 8. Württembergische Infanterieregiment läuft zu den Aufständischen über und wird anschließend entwaffnet und strafversetzt. Die Heilbronner Bürgerwehr kämpfte in dem badisch-pfälzischen Freiheitskampf.

Die Bahnlinie nach Stuttgart wurde über Ulm an den Bodensee fortgeführt und war bald die wichtigste Bahnlinie in dem Land. In den 1860er Jahren erfolgt dann der Bau der Bahnlinie von Heilbronn über Bad Wimpfen nach Heidelberg. Ende des 19. Jahrhundert ist Heilbronn ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt und nach Stuttgart die zweitgrößte Industriestadt des Königreichs Württemberg.

Im Jahr 1892 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Stromnetz des Elektrizitätswerks in Lauffen. Heilbronn hat damit als erste Stadt der Welt die Fernversorgung mit Strom aufgenommen.

Drittes Reich und Zweiter Weltkrieg

Unter den Einwohnern Heilbronns um 1900 waren nach fast einem Jahrhundert wirtschaftlichen Aufschwungs und Wachstums der örtlichen Industrie sehr viele Arbeiter. Heilbronn galt als "rote Hochburg", es entstanden zahlreiche Arbeiter- und Sportvereine. Bereits vor dem Ersten Weltkrieg erzielte bei der Reichstagswahl in Heilbronn die SPD den höchsten Stimmenanteil und konnte diesen in den Zeit der Weimarer Republik auch halten. Hitler war bei seinem Besuch in der Stadt am 15. Mai 1926 kein gern gesehener Gast und es kam zu einem Handgemenge mit mehreren Verletzten. Noch bei der Reichstagswahl am 5. März 1933 erhielt die SPD in Heilbronn mehr Stimmen als die NSDAP.

NSDAP-Kreisleiter in Heilbronn war seit 1932 Richard Drauz, Sohn einer angesehenen Heilbronner Familie, der ab 1933 auch dem Reichstag angehörte, und der energisch die Gleichschaltung der Heilbronner Vereine und der Presse vorantrieb.

1935 wurde der Kanalhafen am Neckar eröffnet, und ein Jahr später wird die Autobahn nach Stuttgart fertig gestellt. Wirtschaft und Verkehr in Württemberg florieren und Heilbronn liegt in dem Schnittpunkt der neuesten und schnellsten Verkehrsachsen.

Nach Auflösung der württembergischen Oberämter 1938 wird Heilbronn Sitz des neuen Landkreises Heilbronn. Die Stadt selbst scheidet aus dem Landkreis Heilbronn aus und wird kreisfrei. Die Stadtteile Böckingen, Sontheim und Neckargartach werden zu dem 1. Oktober 1938 eingemeindet. Mit 72 Tausend Einwohnern ist Heilbronn somit die zweitgrößte Stadt in Württemberg nach Stuttgart. Der Kanalhafen wird wichtiger Umschlagplatz am Neckar und zählt zu den zehn größten deutschen Binnenhäfen.

Am 10. November 1938 wird die Heilbronner Synagoge zerstört. In dem Lauf des Jahres 1939 wird die jüdische Gemeinde in Heilbronn praktisch ausgerottet.

Ab 1942 werden in den Salzbergwerken in und um Heilbronn Kunstschätze aus Deutschland, Frankreich und Italien eingelagert. Ebenso werden rüstungswichtige Betriebe in die Bergwerksstollen verlagert. Der Ausbau der Stollen wird durch Kommandos der Konzentrationslager-Außenstellen in Kochendorf und Neckargartach übernommen. Von Heilbronn bis Neckarelz entsteht so eine Vielzahl teilweise gigantischer unterirdischer Anlagen. Das Arbeitsamt Heilbronn meldete in seinem Bezirk zu dem 20. November 1942 knapp 8 Tausend Zwangsarbeiter.

Heilbronn Beschreibung
Heilbronn Beschreibung
Heilbronn, 1945

Bei einem Bombenangriff am 4.12 1944 wird die Innenstadt völlig zerstört und die umliegenden Dörfer erheblich beschädigt. Innerhalb einer halben Stunde sterben 6.500 Menschen, von denen über 5 Tausend in Massengräbern in dem stadtnahen Köpfertal, dem heutigen Ehrenfriedhof, beigesetzt wurden. Insgesamt schrumpfte die Bevölkerung während des Krieges auf 46.350 Einwohner.

Nach zehntägigem Kampf um die strategisch wichtige Überquerung des Neckars der von Westen vorrückenden Alliierten endet der Zweite Weltkrieg für die zerstörte Stadt am 12. April 1945 mit der Besatzung durch US-Truppen. Gauleiter Drauz hält auf seiner Flucht zahlreiche Standgerichte und wird dafür in dem Dezember 1946 in Landsberg gehängt.

Gegenwart

Nach Kriegsende wird Emil Beutinger, der bis 1933 Bürgermeister gewesen war, wieder in sein Amt eingeführt und beginnt sofort mit dem Wiederaufbau, der durch seine Nachfolger Paul Metz und Paul Meyle fortgeführt wurde. 1953 kann das wiederaufgebaute historische Rathaus eingeweiht werden, 1958 die städtische Festhalle "Harmonie".

Ab 1951 sind US-Truppen fest in Heilbronn stationiert. Diese nutzen bestehende Kasernen aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg und errichten auch eigene Anlagen.

Die Einweihung der Autobahn von Heilbronn nach Mannheim in dem Jahr 1968 setzt wichtige wirtschaftliche Akzente für Heilbronn. Die Autobahn nach Würzburg folgt 1974, nach Nürnberg 1979. Heilbronn wird zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt in Südwestdeutschland, zahlreiche Großbetriebe siedeln sich entlang der neuen Verkehrsadern an.

Durch die Eingemeindung von Klingenberg am 1. Januar 1970 hat Heilbronn über 100 Tausend Einwohner und wird damit Großstadt.

Bei der Kreisreform zu dem 1.01 1973 bleibt Heilbronn selbst kreisfrei und auch Sitz des nunmehr vergrößerten Landkreises Heilbronn. Sie wird ferner Sitz der neu gebildeten "Region Franken" (heute Region Heilbronn-Franken).

In den 1970er Jahren erfolgt auch die Umgestaltung der Innenstadt zur Fußgängerzone. Die Einweihung des Stadttheaters in dem Jahr 1982 schließt eine der größten durch den Zweiten Weltkrieg entstandenen städtebaulichen Lücken in der Innenstadt.

Der Nato-Doppelbeschluss führt ab 1983 zur Stationierung von Pershing-II-Atomraketen auf der Heilbronner Waldheide. Die Raketenbasis rückt 1985 weiterins Zentrum der Beachtung der bundesdeutschen Friedensbewegung, nach dem bei einem Unfall beim Verladen einer Rakete sechs US-Soldaten zu Tode gekommen waren. In der Folge wird Heilbronn Absicht von vielen Friedensmärschen. Erst 1992 ziehen die Amerikaner aus Heilbronn ab und die Stadt übernimmt 300 Hektar vormals militärisch genutzte Flächen.

Ab 1998 erfolgt der Anschluss der Stadt an das Nahverkehrs-Netz der Stadtbahn nach Karlsruhe. Hierfür wurde die Innenstadt abermals großflächig umgestaltet.

Eingemeindungen

Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Heilbronn eingegliedert wurden:

Jahr Orte Zuwachs in ha
01.06.1933 Böckingen , Stadt (seit 1919) 1.135
01.10.1938 Neckargartach 1.125
01.10.1938 Sontheim 740
01.01.1970 Klingenberg 272
01.07.1972 Kirchhausen 1.147
01.01.1974 Biberach 1.058
01.04.1974 Frankenbach 889
01.04.1974 Horkheim 486


Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nachdem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1870 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (&sup1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst.

Jahr Einwohnerzahlen
1399 ungefähr 5.500
1501 6.168
1618 ungefähr 6.000
1769 6.077
1803 5.692
1830 10.703
1849 12.377
1.12 1871 &sup1 18.955
1880 &sup1 24.446
1.12 1890 &sup1 29.941
1.12 1900 &sup1 37.891
1.12 1910 &sup1 42.688
16.06 1925 &sup1 45.520
16.06 1933 &sup1 68.953
17.05 1939 &sup1 77.569
1944 &sup1 46.350
13.09 1950 &sup1 64.643
6.06 1961 &sup1 89.100
27.05 1970 &sup1 101.646
30.06 1975 114.999
30.06 1980 111.509
30.06 1985 111.188
27.05 1987 &sup1 110.970
30.06 1990 &sup1 115.055
30.06 1997 121.500
31.12 2003 120.705

&sup1 Volkszählungsergebnis

Religionen

Der Neckarraum wurde während der Besiedlung durch die Franken unter Chlodwig um das Jahr 500 christlich. Mit der ersten urkundlichen Erwähnung des Stadtnamens wird in dem Jahr 741 auch eine christliche Michaelsbasilika (heute: Kilianskirche) erstmals in Heilbronnn erwähnt. Der Deutsche Ritterorden errichtet ab dem 13. Jahrhundert eine Ordenskirche in Heilbronn. Beide Kirchen werden kontinuierlich ausgebaut, und es folgen weitere Kirchen- und Klosterbauten auf dem heutigen Stadtgebiet.

Um das Jahr 1050 wird urkundlich auch eine bedeutende Judensiedlung in der Judengasse (heute: Lohtorstraße) genannt. In dem Jahr 1298 werden beim so genannten Rintfleisch-Pogrom 143 Juden ermordet. Um 1350 kommt es in dem Zuge der Pest-Epidemie in Europa erneut zu Ausschreitungen gegen die Heilbronner Juden. Das Stadtrecht von 1361 gemahnt den Stadtrat, Juden in der Stadt aufzunehmen. Bereits in der Mitte des 15. Jahrhunderts herrscht in Heilbronn jedoch wieder Missgunst gegen Juden, die ab 1490 mit Zustimmung Kaiser Friedrichs III. aus der Stadt gewiesen werden.

Heilbronn gehörte zu dem Bistum Würzburg, die reichsstädtischen Dörfer Böckingen, Neckargartach und Frankenbach zu dem Bistum Worms. Ab 1514 war der gebürtige Heilbronner Johann Lachmann Pfarrverweser in St. Kilian. 1521 wurde er Prediger, ab 1524 vertrat er Luthers Thesen und führte fortan die Reformation in Heilbronn gegen den Widerstand der Bistümer durch. Nachdem 1528 in Heilbronn die Reformation abgeschlossen war, blieb die Reichsstadt über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Der Rat und die Bürgerschaft bekannten sich geschlossen zu dem Protestantismus. Katholiken waren unerwünscht, Juden war es verboten, sich in Heilbronn niederzulassen.

Mit dem Zeitalter der Aufklärung zog Glaubensfreiheit in Heilbronn ein. Seit 1803 durften sich Juden wieder in Heilbronn ansiedeln und ab dem frühen 19. Jahrhundert zogen auch Katholiken in die Stadt. Juden wurden in den 1860er Jahren rechtlich wieder anderen Bürgern gleichgestellt.

Nach dem Übergang an Württemberg 1803 wurde die Stadt Sitz eines Dekanats und einer Prälatur ("Sprengel" Heilbronn mit einem "Regionalbischof") der Evangelischen Landeskirche in Württemberg. Protestanten stellen bis heute die Bevölkerungsmehrheit. Die katholischen Gemeinden gehören zu dem Dekanat Heilbronn der Diözese Rottenburg-Stuttgart.

Um das Jahr 1920 bildeten sich in Heilbronn erste Gruppen der "Ernsten Bibelforscher" (heute: Zeugen Jehovas). Die relativ kleine Gemeinde wird während des Nationalsozialismus angefeindet, zahlreiche Gemeindemitglieder sterben in Konzentrationslagern.

Die etwa 350 Personen umfassende jüdische Gemeinde muss in dem November 1938 mit ansehen, wie ihre prachtvolle Heilbronner Synagoge in Flammen aufgeht. In dem Zuge der anschließenden Judenverfolgung wird die jüdische Gemeinde praktisch ausgerottet.

Die Zeugen Jehovas errichten 1953 in Heilbronn wieder einen Versammlungssaal, dem zahlreiche weitere Säle bis in die Gegenwart folgen.

Durch die starke Ansiedlung von Gastarbeitern und Übersiedlern aus islamischen oder russisch-orthodoxen Ländern stellen solche Glaubensrichtungen seit den 1970er Jahren einen wachsenden Bevölkerungsanteil. In dem Stadt- und Landkreis Heilbronn sind seit den 1990er Jahren zahlreiche islamische Moscheen entstanden.

Politik

An der Spitze der Stadt Heilbronn stand zunächst der königliche [Vogt]] und der Schultheiß. Später standen der Stadt 2 Bürgermeister vor. In württembergischer Zeit wurde vom König ein Bürgermeister eingesetzt, später erhielt dieser den Titel Oberbürgermeister.

  • 1803 - 1819: Georg Christian Franz Kübel , Bürgermeister
  • 1819 - 1822: Lebrecht Landauer , Oberbürgermeister
  • 1822 - 1835: Johann Clemens Bruckmann , Stadtschultheiß
  • 1835 - 1848: Heinrich Titot , Stadtschultheiß
  • 1848 - 1869: Christian August Klett , Stadtschultheiß
  • 1869: Josef Baur , Stadtschultheiß
  • 1869 - 1884: Karl Wüst , Oberbürgermeister
  • 1884 - 1904: Paul Hegelmaier , Oberbürgermeister
  • 1904 - 1921: Dr. Paul Adolf Göbel , Oberbürgermeister
  • 1921 - 1933: Prof. Emil Beutinger , Oberbürgermeister
  • 1933 - 1945: Heinrich Gültig , Oberbürgermeister
  • 1945 - 1946: Prof. Emil Beutinger , Oberbürgermeister
  • 1946 - 1948: Paul Metz , Oberbürgermeister
  • 1948 - 1967: Paul Meyle , Oberbürgermeister
  • 1967 - 1983: Dr. Hans Hoffmann , Oberbürgermeister
  • 1983 - 1999: Dr. Manfred Weinmann , Oberbürgermeister
  • 1999 - 2008: Helmut Himmelsbach , Oberbürgermeister

Sitzverteilung in dem Gemeinderat der Stadt Heilbronn (Stand: Kommunalwahl 2004):

Sitze in dem Gemeinderat: 40

  • CDU: 16
  • SPD: 12
  • FDP: 4
  • Bündnis 90/Die Grünen: 3
  • Andere Parteien: 3
  • Wählervereinigungen: 2

Wappen

Das Wappen der Stadt Heilbronn zeigt in Gold den rot bewehrten und rot bezungten schwarzen Reichsadler, belegt mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-Weiß-Blau

Der Adler ist das Symbol der Reichsfreiheit, welche die Stadt Heilbronn bis 1803 genoss, bevor sie zu dem Herzogtum beziehungsweise Königreich Württemberg kam. Zur Unterscheidung von anderen Adlerdarstellungen tauchte seit 1556 der Brustschild auf, dessen Farbgebung allerdings bis heute nicht geklärt werden konnte und auch in verschiedenen Kombinationen vorkam. Auch die sonstige Farbgebung des Wappens war teilweise anders (Weiß statt goldener Hintergrund).

Städtepartnerschaften

Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft beziehungsweise -freundschaft:

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Östlich von Heilbronn verläuft die Bundesautobahn A 81 Stuttgart-Würzburg. Sie kreuzt bei Weinsberg ("Weinsberger Kreuz") die Autobahn A 6 Mannheim-Nürnberg. Über beide Autobahnen ist die Stadt Heilbronn gut zu erreichen. Durch die Stadt selbst führen die Bundesstraßen B 27 Stuttgart-Würzburg, die B 39 Mannheim-Schwäbisch Hall und die B 293 Karlsruhe-Heilbronn.

Heilbronn liegt auch an verschiedenen Bahnlinien (Stuttgart-Würzburg und Stuttgart-Heilbronn-Heidelberg). Ferner gibt es eine Bahnlinie über Eppingen und Bretten nach Karlsruhe beziehungsweise über Öhringen nach Schwäbisch Hall. Von Karlsruhe kommend verkehren Stadtbahnen der dortigen Albtal-Verkehrsgesellschaft. Die Linien führen derzeit von Karlsruhe kommend über den Hauptbahnhof durch die Heilbronner Innenstadt und sollten ursprünglich bis 2003 bis nach Öhringen verlängert werden. Aufgrund von massiven Verzögerungen beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Öhringen wird sich die Erweiterung des Stadtbahnnetzes voraussichtlich bis weit in das Jahr 2005 verzögern. Für die Zukunft sind außerdem weitere Stadtbahnlinien nach Neckarsulm, Lauffen am Neckar und Zaberfeld geplant.

Den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) in dem Stadtgebiet bedienen Busse der Stadtwerke Heilbronn (Verkehrsbetriebe) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Die Stadt gehört dem Heilbronner Verkehrsverbund an.

Medien

Heilbronn ist Sitz eines Studios des Südwestrundfunks (SWR). Von hier wird das Regionalprogramm "Frankenradio" ausgestrahlt. Als Tageszeitung erscheint in Heilbronn die Heilbronner Stimme.

Staatliche Behörden

Heilbronn ist Sitz folgender Behörden und Einrichtungen:

Bildung

  • Fachhochschule Heilbronn - Hochschule für Technik und Wirtschaft, University of Applied Sciences; gegründet 1962 als Staatliche Ingenieurschule, seit 1972 Fachhochschule Heilbronn und seit 1988 mit zusätzlichem Standort Künzelsau
  • Wilhelm-Maybach-Schule, ein Technisches Schulzentrum für Aus- und Weiterbildung und insbesondere in den Bereichen Fertigungs-, Metall-, Kraftfahrzeug- und Elektrotechnik tätig. - siehe Link (http://www.wms-hn.de/)

Dampfkraftwerk

Im Industriegebiet von Heilbronn betreibt die EnBW AG ein großes mit Steinkohle befeuertes Kraftwerk mit mehreren Blöcken. Es ist durch seine beiden 250 Meter hohen Kamine und seinen 140 Meter hohen Kühlturm weithin sichtbar. In einem stillgelegten Block des Kraftwerks befindet sich seit 1998 das Veranstaltungszentrum "Block -E".

Bergbau

Südlich des Dampfkraftwerks befindet sich ein Förderturm der Südwestsalz AG. Die Südwestsalz AG betreibt in Heilbronn und Bad Friedrichshall je ein Salzbergwerk. Ein weiteres wird westlich von Heilbronn erschlossen.

Industrie

Heilbronn ist Standort verschiedener Industrien. Eine der bekanntesten Heilbronner Firmen ist der lebensmittelverarbeitende Betrieb "Knorr AG"

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Stadttheater Heilbronn, erbaut 1982 mit wechselnden Darbietungen

Orchester

  • Württembergisches Kammerorchester e.V. Heilbronn - Das 1961 von Jörg Faerber gegründete Orchester spielt hauptsächlich Musik des Barock und der Klassik.

Museen

  • Naturhistorisches Museum
  • Neckarschiffahrtsmuseum (auf unbestimmte Zeit geschlossen)
  • Städtische Galerie Deutschhof
  • Archäologie-Museum

Bauwerke

Heilbronn Beschreibung
Heilbronn Beschreibung
Bollwerkturm um 1900
Heilbronn Beschreibung
Heilbronn Beschreibung
Rathaus um 1920
  • Alter Handkran
  • Bollwerksturm
  • Deutschhof
  • Dampfkraftwerk
  • Festhalle "Harmonie"
  • Gerichts- und Fleischhaus
  • Götzenturm
  • Hafenmarktturm
  • Haus Zehender am Marktplatz
  • Käthchenhaus (http://www.kleist.org/kaet/kaethchenhaus/index.htm) am Marktplatz
  • Kirchen:
    • Deutschordensmünster
    • Kilianskirche (evang.) - Wahrzeichen der Stadt mit Hochaltar von Hans Seyfer
    • Nikolaikirche
  • Rathaus
  • Schießhaus
  • Trappenseeschlößchen

Sonstige Sehenswürdigkeiten

  • Alter Friedhof (angelegt 1530, Park seit 1882)
  • Aussichtsturm auf dem Wartberg
  • Ehrenfriedhof für die Opfer des Fliegeangriffs am 4. Dezember 1944
  • Fleinertorbrunnen
  • Robert-Mayer-Denkmal am Eingang zu dem Stadtgarten
  • Siebenröhrenbrunnen

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Februar: Pferdemarkt
  • Juni: Trollinger Marathon
  • Juli: Gaffenberg Festival (http://www.gaffenbergfestival.de/)
  • Juli/August: "Unterländer Volksfest"
  • September: "Heilbronner Weindorf"
  • Oktober: Hafenmarkt
  • November/Dezember: Weihnachtsmarkt um die Kilianskirche
  • im 4-Jahres-Turnus: "Neckarfest"

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

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